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Neue Wagen für noch mehr Strecken

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Außenansicht
Wannseebahner Triebwagen 275 959
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Wannseebahn EB innen Wannseebahn Tw Innen
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Wannseebahner am Ende des Zuges

Zur Geschichte der Bauart 

Für den im Mai 1933 eröffneten elektrischen Betrieb der S-Bahn auf der Wannseebahn und zum Potsdamer Fernbahnhof reichte die Anzahl der vorhandenen Züge der Bauart Stadtbahn nicht aus. So wurden weitere, nahezu identische Züge beschafft.

In den Jahren 1932 und 1933 lieferten vier Waggonfabriken insgesamt 51 Viertelzüge, bestehend aus Trieb- und Beiwagen, die äußerlich bis auf die versenkten Niete der Bauart Stadtbahn entsprachen. Allerdings besaßen sie eine elektrische Steuerung. Zwei der Viertelzüge wurde in veränderter Ausführung gebaut und gelten als Überleitung zu den späteren Baureihen 125 („Bankier“) und 166 („Olympia“).

Von den 51 Viertelzügen wurden 21 im Krieg zerstört, 4 Viertelzüge blieben als Reparationsleistung in die UdSSR.

Die verbliebenen Wagen der Bauart Wannseebahn wurden über die folgenden Jahre modernisiert und waren so teilweise als Baureihe 476 noch bis zum Jahr 2000 im Einsatz.


Zum Museumsfahrzeug

Der Verein unterhält einen Viertelzug bestehend aus dem Versuchszug-Triebwagen 275 959-5 (Bauart 1932a) und einem Serienbeiwagen 275 954-6 (Bauart 1932). Der Viertelzug zeigt den Zustand der späten 70er Jahre. Beim Triebwagen des Versuchszuges waren erstmals alle Bleche verschweißt statt genietet. Der Beiwagen gehört zur zuvor gelieferten Serie und war gesenkt genietet. Insofern sind beide Wagen äußerlich identisch. 


Von 1997 bis 2009 war das Fahrzeug regelmäßig im Einsatz mit anderen Stadtbahnern, zum Beispiel als Teil des Weihnachtszugs. Seit Abstellung der Panorama-S-Bahn in Erkner war kein Platz mehr in der Wagenhalle für den Wanseebahner. Die Abstellung im Freien hat zahlreiche Schäden am Lack zur Folge, welche durch unsachgemäße Aufarbeitung 1997 verschärft werden. 

Eine Wiederinbetriebnahme ist wünschenswert, aber derzeit mangels Ressourcen des Vereins unrealistisch. 

 

Technische Daten
Bauart Wannseebahn
Baujahr 1932, 1932a
Einsatzzeit 1932 – 1997
Antriebsleistung 4 Motoren je 90 kW
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Wagenlänge (über Kupplung)  
Wagenbreite 3.150 mm
Sitzplätze 111
Zustand erhalten im Zustand der späten 70er Jahre, Triebwagen mit Holzbänken,
Beiwagen mit Polstersitzen