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Beschreibung

Die Baureihe 477 ist das Ergebnis einer grundlegenden Modernisierung der „runden” Altbaufahrzeuge, die mit einem ersten Musterzug im Jahr 1973 begann. In ihr verschmolzen in den folgenden Jahren die Bauarten 1935 (Olympia), 1935a (Bankier), 1937/41 sowie die ehemaligen Werkbahnzüge aus Peenemünde.

 

Hierzu wurden u.a. die Drehgestelle ersetzt und die Bremsanlage modernisiert. Wesentlicher Schritt zur Vereinheitlichung der verschiedenen Bauarten bewirkte die Angleichung der Hilfsbetriebesteuerung der von 48 bzw. 800 V auf nunmehr 110 V. Auch der Innenraum wurde dem Zeitgeschmack entsprechend überarbeitet. Sofern nicht bereits in den 60er Jahren geschehen, wurden die Wandverkleidungen mit kunstoffbezogenen Pressspanplatten (Sprelacart) in brauner oder weißer Farbe realisiert. Bei der Baureihe 277mod (Spitzname ‚mod’) wurde fortan auf die Holzbänke verzichtet und Polsterbänke mit blauem Kunstlederbänken verbaut. Auch die Fallfenster wurden durch Klappfenster aus Aluminiumprofil ersetzt und in den 80er Jahre eine Abfahrwarnanlage eingebaut. In den 90er Jahren wurde bei vielen Viertelzügen die typische gewölbte Decke aus Brandschutzgründen durch Ekotalbleche ersetzt. So zeigt sich auch der vereinseigene 477/877 602.

Die Baureihe 477 war die letzte Altbaureihe der Berliner S-Bahn. Ihr letztes Einsatzgebiet war die S3 zwischen Erkner und Ostbahnhof sowie die S5 zwischen Mahlsdorf und Strausberg Nord. Am 2.11.2003 wurde 477/877 602 zusammen mit den restlichen verbliebenen Altbaufahrzeugen in Erkner feierlich verabschiedet und ist seither im Besitz des Vereins.

Unser 477er selber ist, anders als seine Eigenart als Steuerviertelzug vermuten lässt, kein ehemaliges Peenemünder Fahrzeug. Nur der Steuerwagen 877 602 ist wahrscheinlich aus dem ehemaligen Peenemünder Triebwagen Trw 05 hervorgegangen. Der Triebwagen 477 602 hingegen wurde am 21.12.1939 mit der Wagennummer ET 167 175 in den Dienst der Berliner S-Bahn gestellt. Erst knapp 40 Jahre später, im Oktober 1978, feierten beide Wagen "Hochzeit" und wurden zum Steuerviertel 277 405/406, später 477/877 602 zusammengefasst.

 

Technische Daten
Bauart Peenemünde/1937–1939
Baujahr 1942/1939
Einsatzzeit 1939-2003
Antriebsleistung 4 Motoren je 90 kW (GBM 700)
Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
Wagenlänge (über Kupplung) 35.460 mm
Wagenbreite (über Umlaufbleche) 3.150 mm
Sitzplätze 103
Zustand erhalten im letzten Betriebszustand von 2003;
betriebsfähig aber nicht zugelassen

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